Der Start war gemächlich: Fast am hinteren Ende des Feldes aufgestellt, dauerte es fast sechs Minuten bis Frank und ich die Startlinie nach dem Startschuss endlich überquerten, wohlgemerkt beinahe im Schritttempo. Unnötig zu sagen dass ein ziemliches Chaos herrschte, schnellere Läufer versuchten drängelnd über den Seitenstreifen zu überholen. So auch wir. Kurz nach dem Start führte die Strecke die Teilnehmer über die große "Erasmusbrug" in den südlichen Teil der Hafenstadt.
Etwa nach Kilometer sieben mußte ich Frank dann ziehen lassen und sah ihn langsam nach vorne entschwinden. Für die erste Rennhälfte hatte ich mir nämlich vorgenommen mit einem Puls knapp unter 170 zu laufen.
Ab Kilometer 30 wurde es schwieriger das Tempo zu halten, die berüchtigte "Mauer" läßt grüßen. Abgesehen von Gehpausen an den Trinkstellen alle 5 Kilometer, lief ich jedoch bis zum Ende durch. Den dazu notwendigen Willen kann ich an dieser Stelle nur schlecht in einem Satz ausdrücken. Beflügelt durch die Zuschauerspaliere auf den letzten Kilometern bis ins Ziel, entrann ich nur knapp dem totalen Einbruch. Die letzten 300 Meter (ausgeschildert in 50m-Abständen) kamen mir unendlich vor. Doch, geschafft! 42,2 km in deutlich unter 4 Stunden. Das "Trauma von Reims" ist überwunden. Und wir haben erst Frühling!
Nochmals meine Glückwunsche an Viviane zu ihrer gelungenen ersten Marathon-Teilnahme mit Unterstützung ihres Freundes Frank W. Ebenfalls Glückwunsch an meinen Trainingskollegen Frank B. zu seiner achtbaren Zeit nach kleinen Gesundheitsproblemen die letzten Wochen vor dem Lauf.
Die offizielle Homepage des Marathons kämpfte zum Zeitpunkt dieses Eintrages noch mit technischen Schwierigkeiten.